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Bunt ging's zu beim Projekt "Manege frei"

Sinsheim-Hoffenheim. (tk) "Manege frei" hieß es in der Sporthalle der Schule am Großen Wald. 60 Grundschüler aus dem Umfeld der Stiftung "Anpfiff ins Le­ben" der "achtzehn99 Akademie - Kin­derzentrum" und der "Offenen Hilfen" der Sinsheimer Lebenshilfe machten Zir­kus und standen im Rampenlicht vor ganz vollem Haus. Clownerie, Jonglage, Einrad, Akrobatik, kleine Skteche: Das neue Kinder-Camp von „Anpfiff ins Le­ben" hatte sich ganz dem Zirkus ver­schrieben - und den wertvollen Erfahrun­gen, die man beim gemeinsamen Austüf­teln und Einstudieren lustiger und ver­meintlich einfacher Shownummern sam­meln kann.

Sozialer Lernprozess

Vier Camp-Tage während der Herbst­ferien hatten sie Zeit: Zum Kennenler­nen, um die passende Rolle zu finden, zum Ausprobieren und zum Experimentieren. Gemeinschaftssinn, Kooperation, Teamgeist, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Rücksichtsnahme, Fairness und Vertrau­en sowie Freude an der Bewegung: Im Zir­kus sind diese Dinge Ziel und Notwendig­keit. Ängste, Verkrampfungen oder Über­heblichkeiten müssen in einem sozialen Lernprozess überwunden werden.

Am Ende der gemeinsamen Arbeit steht ein gemeinsames Freizeiterlebnis, bei dem es nicht um die perfekte Show geht: Jeder Teilnehmende ist auf die ande­ren auf irgendeine Art und Weise ange­wiesen, sei es durch Hilfestellung wäh­rend des Kunststückes, Partnerarbeit oder vieles andere mehr. Jeder muss sich auf den anderen verlassen können und selbst verlässlich sein. Dieses Verständ­nis aufzubauen ist eines der obersten Zie­le im Zirkus. Und: Schafft es dieses päda­gogische Konzept - quasi mit spieleri­scher Leichtigkeit - behinderte und nicht-behinderte Kinder einander näher zu bringen, wie in Hoffenheim jetzt gesche­hen, dann ist viel erreicht.

Turbulent, dicht und bunt

"Manege frei" - betreut vom "Anpfiff ins Leben"-Team mit Simone Born, Sa­rah Böser, Schulsozialarbeiterin Doro­thea Müller und Leonie Weis und gemein­sam mit der Schweizer Theaterpädagogin Ruth Albertin auf die Beine gestellt - war ein weiterer Schritt in der schon eine ganze Weile laufenden Kooperation des Vereins mit der Lebenshilfe. Turbulent und dicht und bunt waren die Ergebnis­se. Schnell wechselten sich ein gutes Dut­zend Nummern ab; die einstündige Auf­führung verging wie im Flug und machte allen Beteiligten sichtlich Spaß.


Artikel RNZ, 08.11.2010 

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